Samstag, 5. April 2008

St. Petersburg - 25.03. bis 05.04.2008 - Erster Tag


Wie versprochen folgt ein Reisebericht zu St. Petersburg! Seid nicht erschrocken, denn es ist etwas mehr geworden. Doch um das "feeling" des Bloggens zu erhalten, kriegt Ihr täglich nur den Bericht eines Tages, mit Fotos selbstverständlich :) Dann hoffe ich mal, dass Ihr das auch lest! Das Fazit schon mal im Voraus: ES WAR TOLL und ICH WILL WIEDER HIN!


25.03.2008 – Richtig Winter :)

Nach ca. 3,5h Schlaf ist die kleine Ludmila heute Morgen um 5.45h unter die Dusche gekrochen, um daraufhin noch brav zu Ende zu packen und in freudiger Erwartung auf ihre Eltern zu warten.

Dann ging’s zum Köln Bonner Flughafen und irgendwie wurde ich immer nervöser. Der letzte Flug war schon länger her und der Weg nach Wien war mit Turbulenzen gepflastert. Noch die lieben Eltern gedrückt und ab ging’s durch die Kontrolle und auf den letzten Drücker in den Flieger, mit einem mulmigen Gefühl im Magen. Doch kaum begann der Flieger zu beschleunigen und als die Schwerkraft einen in den Sitz drückte, war wieder die alte Begeisterung für das Fliegen erwacht, die mit herrlichen turbulenzfreien drei Stunden belohnt wurde. Nachdem ich wieder über den Wolken war und diese wunderbare Wolkenstadt sehen konnte, die ab und an einen Blick auf die verschneite Landschaft unter uns preisgab, wusste ich wieder, weswegen es den Spruch gibt „Nur Fliegen ist schöner!“ :)

Um 15.30h Ortszeit (12.30h in Deutschland) landeten wir in St. Peterburg, dem Venedig Russlands.

Doch wenn Ihr jetzt denkt, dass es über Ostern im Rheinland so winterlich geworden ist, dann wisst Ihr nicht, was richtiger Winter ist. Schon aus dem Flugzeugfenster konnte man den vom Wind gepeitschten Schnee über die Landebahn wehen sehen und kaum ausgestiegen, wurde einem ziemlich schnell klar, dass ein Winter in Russland nicht mit unseren Winterchen vergleichbar ist.

Doch die kleine Ludmila vermisste schon lange den Schnee und war überglücklich :)

Wenn einem aus der Kindheit Erinnerungen an weiße Schneemassen geblieben sind und man in Deutschland nur Schneehäufchen erlebt, dann ist es fast so, als würde man in seine Kindheit zurückkehren. Hier gibt es RICHTIGEN Schnee! Schnee, der länger als eine halbe Stunde liegen bleibt und die Bürgersteige mit einer 5cm dicken festgetrampelten Schicht verhüllt. Schnee, der alles reiner und weicher erscheinen lässt, der einem Lust auf Schneemann bauen und Schneeengel machen vermittelt. Einfach RICHTIGER Schnee eben!






Das „Hotel“ zu dem wir mit dem Bus gebracht worden sind, gleicht eher einer verfallenden Jugendherberge, doch irgendwie sind die Zimmer altmodisch gemütlich und es sind ja auch nur 11 Nächte.

Durch das Schneegestöber wurde zunächst eine Bank zum Geld wechseln und dann ein Lokal gesucht, in dem es leckere preisgünstige „Bliny“ gab. Nach einer Odyssee auf der Suche nach einem Supermarkt im Schneesturm, kamen wir vollbepackt mit Obst und salzigem Mineralwasser zurück ins Hotel.

Einer meiner tollen Mitbewohnerinnen musste uns schockieren, in dem sie dachte, es gäbe nur kaltes Wasser zum Duschen, doch glücklicherweise konnte dieses Missverständnis zu der Zufriedenheit aller gelöst werden! Das Wasser riecht zwar komisch, aber es gibt es auch in warm!

Auf eine erholsame Nacht und noch mehr RICHTIGEM Schnee morgen! :D

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