Montag, 14. April 2008

03.04.2008 – blau machen

Heute sind Anna und ich im Hotel geblieben. Da wir beide gestern Abend Fieber hatten, haben wir beschlossen, dass es wohl sinnvoller wäre, den Ausflug nach Pawlowsk ausfallen zu lassen, um wenigstens Morgen Michaelsschloss (worüber ich referieren „darf“), russisches Museum und das Ballett nicht zu verpassen...

Haben diese Gelegenheit genutzt, erst spät frühstücken zu gehen und den halben Tag im Bett zu verbringen. Was nach den letzten Tagen regelrechter Luxus war!

Gegen Nachmittag ging es uns etwas besser und Hunger und Unternehmenslust trieben uns raus auf den Newski Prospekt. Herrlich mal nicht wirklich Tourist zu sein... Naja, das Touristendasein konnten wir selbstverständlich nicht ablegen, aber es ist trotzdem etwas anderes ohne Gruppe und Kamera durch die Gegend zu laufen. Einfach die Stadt auf einen wirken zu lassen, Fassaden Fassaden sein lassen, mal das Panorama genießen und nicht analysieren. In dem ein oder anderen Laden konnte ich sogar Geld lassen und habe die gut bewährte Tradition, ein Oberteil auf Reisen zu kaufen, trotz der hohen Klamottenpreise fortsetzen können :)

In einem niedlichen Souvenirladen konnte ich dann auch niedliche Mitbringsel besorgen und mir endlich mal hübsche "Perlen"ohrringe besorgen (man braucht ja auch Alltags-Perlenohrringe, echte Perlen brauchen schließlich einen anständigen Anlass). Dann waren wir noch in aller Ruhe etwas essen und dann durfte ich ins Paradies. Dieses heißt "Dom Knigi" (deutsch: "Haus des Buches")... *schwärm* Auch wenn ich nicht wirklich russische Literatur brauche, weil ich (hoffentlich in ferner Zukunft) Mamas umfangreiche Sammlung erben werde, konnte ich es mir nicht verkneifen, einige Bücher zu kaufen, sieben um genau zu sein... Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass drei davon für meine Mutter waren... (Naja, ich würde auch dazu stehen, wenn sie für mich gewesen wären!)

Anna war natürlich ins Hotel gegangen und mich die knapp 2 Stunden allein mit den Büchern gelassen. Ich bin dann direkt zu unserem Abschiedsessen in ein sehr feines Restaurant geschlendert.

Auch wenn ich meine Bestellung relativ spät bekam, war's trotzdem ein wunderbarer Abend! Entspannt und wieder einigermaßen regeneriert ging's dann Richtung Hotel.

(Fotos hab ich an diesem herrlichen Tag nicht gemacht! - Manchmal muss man die Stadt mal mit allen Sinnen erfahren, da stört eine Kamera nur...)

Keine Kommentare: