Samstag, 12. April 2008

01.04.2008 – Kunst, Bier und Kätzchen

Erstaunlicherweise durften wir heute eine ganze Stunde länger schlafen! :)

Treffpunkt war erst um 10h an der Alexandersäule vor dem Winterpalast, denn es sollte ein letztes Mal in die Ermitage gehen. Wir waren zu spät... Konnten uns aber noch an der Fassadenbeschreibung des Geberalstab-Komplexes beteiligen, der in diesem Ausmaß von nichts anderem übertroffen wird.

In der Ermitage ging es dann sofort los. Einem Nachtrag zu den Italienern sollten die Deutschen folgen, die wir nicht finden konnten. Es stellte sich dann heraus, dass der gesamte Deutsche Bereich momentan restauriert wird. Das war’s auch schon zu den Deutschen. Es folgten die Franzosen in voller Pracht.

Dann eine Pause, in der wir ein letztes Mahl in der Ermitage einnahmen. Diese Pause nutzte ich auch, um ein weiteres Buch zu erwerben. Erstaunlicherweise konnte der Verkäufer tatsächlich an meinem Russisch erkennen, dass ich ursprünglich aus Kasachstan bin, da ich trotz meines starken deutschen Akzentes, noch einen „almatinskij“ Akzent habe. :)

Unser werter Dozent hatte sich tatsächlich auch aufgerafft, die neuzeitliche Sammlung der Ermitage anzusehen, zu der zahlreiche kubistische Picassos, einige Monets, Matisses und van Goghs gehörten und viele andere namhafte Künstler.

Danach hatten wir offiziell Feierabend. Zunächst habe ich noch zwei Poster in der Ermitage gekauft und dann begann die große Suche nach der Post.

Dank eines netten Herren in Uniform erfuhren wir, wo wir fragen konnten und wussten dann, dass in der Nähe der Kasankathedrale eine Poststelle ist. Auf dem Weg dorthin wurden dann Souvenirs eingekauft und in der Post Briefmarken geleckt... (Die russischen Briefmarken schmecken genauso ekelig, wie die deutschen...)

Catalina und ich verspürten einen starken Durst nach dieser Aktion und so kam uns der Irish Pub auf dem Heimweg sehr gelegen. Bei russischem Bier und Chips (eigentlich wollten wir Erdnüsse) sprachen wir dann über Diktatoren, als uns der Duft eines Knoblauchgerichtes entgegenwehte... Leider hatten die älteren Herrschaften hinter uns nichts mit Knoblauch und so verließen wir mit dem Ziel, etwas knoblauchhaltiges zu uns zu nehmen, den Pub.

In unserem Stammcafé neben dem Hotel gab’s dann Bier und mit Knoblauchbutter geröstetes Brot. Doch da wir immer noch fit waren, haben wir uns Anna im Hotel geschnappt und sind in die nächstbeste Kneipe. Leider waren wir so ziemlich die einzigen Gäste dort. Trotzdem waren die Angestellten sehr nett und vor allem das kleine Kätzchen, das auf wackeligen Pfötchen in den Raum lief, gab dem Tag einen angenehmen Abschluss.

Doch nicht alle Exkursionsteilnehmer hatten einen schönen Abend. Durch Zufall haben welche den Dieb vom Vortag wiedererkannt. Ein weiterer Zufall wollte es, dass die Polizei gerade in der Nähe war und so wurde er festgenommen und einige Exkursionsteilnehmer durften den Abend auf der Polizeiwache verbringen, ohne dass es wirklich etwas gebracht hat, da Aussage gegen Aussage stand und diejenige, die genau gesehen hat, dass dieser Typ die Kamera in der Hand hatte, nicht dabei war... Auch wenn sich der ein oder andere über die russische Polizei aufgeregt hat, so muss ich sagen, dass ich so etwas auch von deutschen Polizisten erwarten würde...

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